Herzlich Willkommen auf meiner Hp

Manuela Gorn *Berlinerstr 14*16348*Wandlitz*Tel.033395-71290*email:Heiratsschnuffel@aol.com

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Wenn Träume in Erfüllung gehen

 

Ich bin Lena Amstrong, aber eigentlich nur lena, aber das ist eine lange Geschichte und die möchte ich euch erzählen. Es begann alles damit, dass ich dort aufgewachsen bin wo ich eigentlich nicht sein sollte, bei meinen Stiefeltern. Mein Leben begann eigentlich an dem Tag an dem es passierte, die Entführung. „Lena, steh endlich auf!“, schrie meine Stiefmutter die Treppe runter. Ihr müsst wissen, dass ich bei ihnen ausgesetzt wurde und dass ich dort die schlimmste Kindheit hatte die ihr euch nur vorstellen könnt. Ich habe auch noch eine Stiefschwester. Eine verwöhnte kleine Göre die die Prinzessin des Hauses ist. Es hätte mich nicht gewundert, wenn ich irgendwann einen Hofknicks vor ihr machen müsste. Egal das ist Vergangenheit. Es begann mit dem Wachrütteln meiner Stiefmutter. Ach noch etwas, ich musste im Keller schlafen. Also ich stand auf und ging nach oben. Da kam Prinzeschen und ging in die Küche. Sie knallte mir die Tür vor der Nase zu. Ich ging hinter ihr her in die Küche. Ich knallte die Tür ebenfalls und bekam deswegen Frühstücksverbot. Ich ging wieder in den Keller mich anziehen, bevor noch ein Donnerwetter kam. Nachdem ich mich angezogen hatte, ging ich aus dem Haus um meine Ruhe zu haben. Kaum war ich ein paar Schritte gegangen, raschelte etwas im Gebüsch hinter mir, aber es gab nichts zu sehen. Ich bildete mir ein, dass es nur eine streunende Katze oder ein Hund sei, das konnte aber nicht sein, weil die Straße wie leer gefegt war. Unruhig ging ich zum Spielplatz und drehte mich immer wieder um. Auf dem Spielplatz angekommen setzte ich mich auf die Schaukel. Ich machte die Augen zu redete mir ein, dass alles in Ordnung sei. Ich kam mir irgendwie so beobachtet vor, aber keiner war zu sehen. Plötzlich bewegte sich die Schaukel. Ich kniff die Augen noch fester zu. „Das ist nur der Wind“, und schaukelte immer höher. Ich riss die Augen auf und drehte mich um und was ich da sah, werde ich nie vergessen. Ein Monster. Es war ungefähr so groß wie ich, hatte spitze Ohren, lange Flügel, eine gräuliche Hautfarbe, graublaue Augen und spitze Zähne. Ich schrie! Das Monster packte mich mit seinen drei Fingerklauen und flog mit mir davon. Es flog mit mir so hoch, dass man mein Geschrei unten nicht mehr hören konnte. Es war sinnlos weiter zu schreien und versuchte mit dem Monster zu reden. „Wer bist du?“ „Später eure Majestät, später wird euch alles erklärt“, antwortete es mir. Diesen Satz hörte ich auf alle meine Fragen, so dass ich Kopfschmerzen bekam. Es wurde Nacht und wir flogen und flogen. Doch plötzlich kamen weitere dieser Monster zum Vorschein. Ich dachte mir nichts Weiteres dabei, weil das eine Monster mir nicht wirklich etwas getan hatte, aber diese Monster kamen immer näher. Etwas später erkannte ich, dass sie braun waren und grüne Augen hatten. Sie griffen uns an. Das graue Monster wich ihnen geschickt aus. Doch dann flogen wir auf ein riesiges Schloss zu. „Das ist doch nicht dein ernst?“ Die Frage kam zu spät. KLIRR! Durch die Fensterscheibe. Ich landete auf allen Vieren auf einem Mamorboden. „Da bist du ja endlich! Ich habe gedacht du kommst selber auf die Idee zurück zu kommen, aber da hab ich mich wohl getäuscht“, sagte eine Stimme und ich hob den Kopf. Ein Mann mit Brille, deren Gläser halbmondförmig waren und zerzausten, braunen Haaren kam auf mich zu. Er half mir aufzustehen, aber ich brach zusammen und wurde ohnmächtig. „Hallo, kannst du mich hören? Lena Amstrong?“, sagte eine Stimme besorgt. Es war wieder der Mann. Ich lag in einem Bett mit seidenen Vorhängen. Er strich mir die Haare aus dem Gesicht und lächelte mich an. „Wie, wer, was, wo bin ich hier überhaupt?“ Ich saß aufrecht im Bett. „Langsam, wir wollen doch nichts überstürzen“, sagte der Mann. „Wer sind sie?“ Entsetzt sprang ich aus dem Bett. Der Mann stand auf und das war mein Glück, denn ich fiel ihm direkt in die Arme. „Du bist noch zu schwach um irgendetwas zu entscheiden“, sprach er und trug mich in den in der Nähe stehenden Sessel. Erschöpft sah ich mich um und entdeckte, dass die Fensterscheibe, durch die ich geflogen war, keinen einzigen Kratzer hatte. Ich blickte zu dem Mann der jetzt vor dem Kamin stand. Er machte eine komische Handbewegung und plötzlich brannte ein Feuer im Kamin. „Wer sind sie?“, brach die Frage aus mir heraus. „Ich bin es, Harry, dein Onkel!“ „Tut mir leid, aber ich kenne sie nicht.“ Er kniete vor mir nieder und nahm meine Hand. „Sie haben dir nie von deiner Familie erzählt, sie haben nie von deinem Zuhause erzählt, sie haben dir nie von sich erzählt und von mir und deiner Mutter, nichts?“ Ich schüttelte den Kopf. „Wie kann man nur so seine Familie beleidigen!“ Er stand auf und drehte mir den Rücken zu. „Sie haben immer nur von Alexandra geredet, ihrer Tochter, antwortete ich ihm. „Ich weiß wer Alex wirklich ist.“ Er drehte sich zu mir um und ich sah, dass er weinte. „Nur, weil wir etwas anders sind als sie heißt dass noch lange nicht, das Alex genauso wird wie sie.“ Er wurde immer lauter. Das machte mir ein bisschen Angst. „Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken, nur so etwas regt mich auf. Ich will nicht weiter drum herum reden, es wird Zeit, dass du alles erfährst. Ich brauche jetzt erst einen Tee. Willst du auch einen?“, fragte er mich. Ich nickte nur. „Chiko!“, rief er. Die Tür ging auf und das graue Monster kam herein. „Ja, eure Lordschaft, was kann ich für euch tun?“, fragte es mit einer piepsigen Stimme die mir vorher noch nicht aufgefallen war. „Bring uns doch einen Tee, Chiko:“ „Jawohl eure Lordschaft, kommt sofort.“ Harry setzte sich in einen anderen Sessel und wischte sich die Tränen aus den Augen. Ein paar Minuten später kam Chiko mit dem Tee. Er stellte ihn auf einen kleinen Tisch der in der Nähe stand und hüpfte auf seinen vier Klauen davon. Harry streckte die Hand nach dem Tee aus und die Tasse mit dem Tee flog in seine Hand. „Fang“, rief er zu mir und die Tasse aus seiner Hand flog zu mir. Ich fing die Tasse auf. Er streckte die Hand zur zweiten Tasse aus und sie flog in seine Hand. Er nahm einen Schluck und sprach: „So etwas nennt man Zauberei. Es ist ganz einfach. Du musst ganz fest an etwas denken und es kommt zu dir geflogen. Versuch es mal.“ Ich schaute mich um und sah in einem Bücherregal ein Buch mit der Inschrift: „Familienbuch“. Ich ließ die Tasse los und streckte meine Hand nach dem Buch aus. Es flog direkt in meine Hand. Die Tasse blieb in der Luft schweben. Harry lächelte und ließ die Tassen zurück auf das Tablett schweben. Er kam zu mir rüber und nahm mir das Buch aus der Hand und sagte: „Es ist besser, wenn ich dir erst alles erkläre, bevor du dies hier ließt.“ Er ging zum Sessel zurück und setzte sich. „Du musst genau zuhören, hörst du.“ Ich nickte und sah ihn an. Er fing an zu erzählen: „Also, vor 16 Jahren, da warst du gerade geboren, als ein Dunkler Herrscher versuchte die Welt an sich zu reißen. Unsere Welt, die Welt der Zauberei und der Elben und ein Teil der Menschen die unter ihnen lebten, drohte zu zerbrechen. Um noch stärker zu werden und die Weltherrschaft zu bekommen musste er die außergewöhnlichste Frau heiraten, die es gibt. Diese Frau musste ein Mischling aus Elb, Hexe und Mensch sein. Deine Mutter war eine Halbhexe, also halb Mensch und halb Hexe. Dein Vater war ein Elb, das heißt, du warst das Mädchen, das er wollte. Wir mussten dich von hier fortschaffen, deshalb brachten wir dich zu deiner Tante und deinem Onkel. Alex war auch gerade geboren. Sie sollten dich zurück schicken, wenn du alt genug bist, aber sie haben es dir verschwiegen. Deine Mutter und dein Vater sind weggegangen, um sich in Sicherheit zu bringen. Der dunkle Herrscher hat herausgefunden wo du bist und deshalb ist dein Vater in den Krieg gezogen um ihn aufzuhalten. Ich habe Chiko geschickt um dich in Sicherheit zu holen und um dir die Zauberei beizubringen, damit du dich gegen ihn wehren kannst. Wir sollten auch Alex in Sicherheit bringen, aber das ist nicht ganz so wichtig, im Moment.“ „Kannst du das überhaupt? Ich meine mir das alles beibringen?“ „Natürlich, ich bin Leiter dieser Zaubererschule.“ Mein Kopf brummte, ich brauchte etwas Zeit um das alles zu verarbeiten. „Ich bin müde.“ „Leg dich etwas schlafen. Morgen wird ein anstrengender Tag.“ Er stand auf und gab mir das Familienbuch, dann ging er zur Tür, drehte sich um und sagte: „Gute Nacht", und schloss die Tür. Im Bett laß noch etwas in dem Buch, aber mir fielen die Augen zu. „Morgen! Aufstehen, Frühstück ans Bett.“ „Morgen. Wo bin ich hier?“ „Bei mir in Sicherheit?“ „Ich hab gedacht das war nur ein Traum.“ Nein, zum Glück nicht.“ „Was soll das heißen?“ Nicht so wichtig. Hier, iss erst einmal, du brauchst eine Stärkung, nach dem Schock.“ Harry stellte das Tablett auf das Bett. Als ich fertig war brachte er es wieder weg. Erst jetzt nahm ich war, wie reich er sein musste, bei diesem ganzen Luxus. „Wenn du nicht auffallen möchtest, solltest du dich besser umziehen!“ Ich drehte mich um zur Tür. „Ich habe dich gar nicht kommen hören.“ „Ich habe die seltene Gabe mich anzuschleichen. Komm mit, ich zeige dir wo du dich umziehen kannst.“ Ich folgte ihm durch einen langen Flur in ein riesiges Zimmer mit Klamotten. „Cool!“ „Komm hier rüber, hier sind wir ungestört.“ Ich folgte ihm in ein etwas kleineres Zimmer. „Das ist mein Privatzimmer. Ich gehe in die Bücherei ein paar Bücher suchen. Du kannst dich hier in Ruhe umziehen.“ Harry ging durch die Hintertür hinaus. Ich nahm mir ein paar Klamotten aus dem Schrank und probierte sie an. Als ich fertig war, ging ich in die Bücherei. „Du darfst eigentlich nicht darein. Ich bin Kaira und du musst dann ja wohl die neue Freundin vom Schulleiter sein!“ „Nein, ich bin seine Nichte.“ „Das sagen alle, bis man euch hinter einem Bücherregal knutschen sieht!“ „Glaube mir, ich bin seine Nicht Lena Amstrong!“ „Schon gut Lena, aber du musst zugeben, er sieht schon gut aus.“ „Wenn du meinst.“ „Ich bringe dich zu ihm.“ In meinem Kopf hatte dieses Gespräch etwas ausgelöst. Ich stellte mir vor, dass ich mit Harry zusammen wäre. Bei diesen Vorstellungen hatte ich so ein Glücksgefühl im Bauch. Das bedeutete nichts Gutes! „Hallo Herr Schulleiter.“ „Waaaa!“ BLUMS! Harry war von der Leiter gefallen. „Harry, alles in Ordnung?“ Ich rannte zu ihm. „Hast du dir wehgetan?“ „Keine Panik Lena, das ist nicht das erste mal, das ich von der Leiter falle, aber es ist schön, dass du dich um mich sorgst.“ „Ich geh dann mal!“ Ich wurde rot. Mein Herz klopfte. Ich sah in seine Augen und konnte nicht mehr weg sehen. „Ich würde jetzt gerne aufstehen.“ Ich lief rot wie eine Tomate an. Mir war nicht aufgefallen, dass ich ihn fest hielt. „lena?“ „Ja, tut mir leid.“ „Schon gut.“ Er stand auf. „Lass uns in dein Zimmer gehen und lernen.“ Ich nickte nur. Ich war immer noch knallrot und folgte ihm. Als wir im Zimmer angekommen waren, legte er die Bücher auf den Tisch. „Also...“, fing er an, aber weiter kam er nicht, denn Chiko kam aufgeregt herein gestürmt und rief: „Sie sind hier, sie wissen das sie hier ist!“ Wie aus der Pistole geschossen schrieen Harry und ich Chiko an: „Wer?“ „Spione!“ Er zeigte mit dem Finger auf das Fenster. „Das sind ja die Ficher von Gestern!“ „Was? Warum hast du mir nichts gesagt?“ Die unbekannten Flugobjekte brachen durchs Fenster. Wir duckten uns. „Chiko! Du kommst nach! lena!“ Ich klammerte mich an Harry fest. „Flogantium!“ Wir flogen durch einen grellen weißen Nebel. BLUMS! Wir lagen auf einer Wiese. Ich lag auf dem Rücken und Harry lag über mir gestützt. Ich versank in seinen Augen. Mein Hertz raste und dann passierte es. Harry küsste mich. Die Welt hätte untergehen können, mir war alles egal solange Harry bei mir war. Ich lächelte ihn an. Er stand auf drehte mir den Rücken zu und verschränkte die Arme. Stille trat ein. Ich stand auf und ging zu ihm. „Was ist los?“ „Ich kann… Das geht nicht!“ „Warum nicht? Ich liebe dich!“ „Du… Ich… Ich bin dein…“ „Du liebst mich auch! Das weiß ich und du auch! Gib es zu!“ „Ja, nein… Es geht nicht!“ „Warum nicht?“ Er drehte sich um. „Ich bin dein Onkel und das geht nicht!“ „Das ist doch egal, wenn wir uns wirklich lieben! Die Liebe überwindet alle Hindernisse!“ „Nein, ich liebe dich nicht!“ „Sag das noch mal!“ Ich gehe Alex holen!“ Er sah mich dabei nicht an. Er liebt mich, das wusste ich. Er hätte mir es ins Gesicht sagen müssen und nicht auf dem Boden Grashalme zählen! Jetzt fiel mir erst auf wo wir waren. Wir waren bei meinen Stiefeltern, eigentlich Onkel und Tante, im Garten gelandet. Harry kam mit Alex zu mir. „Fasst euch an den Händen. Wir müssen so schnell wie es geht uns verstecken!“ Wir fassten uns an den Händen und flogen wieder durch den Nebel. Diesmal landeten wir auf einem Stück Erde, das wie ein Märchenwald aussah. Ein Mann mit langen Haaren und spitzen Ohren kam auf uns zu. „Harry?“ „Viviane, das ist dein Vater. Es ist besser wenn er Alex ihr Zimmer zeigt. Ich muss mit dir redenlena.“ Harry zog mich mit sich, so das ich keine Chance hatte meinen Vater zu begrüßen. Mein Vater nahm Alex an der Hand und führte sie zu einem hellen weißen Palast. Auf einem weißen Pferd kam ein süßer Typ auf uns zu geritten. Er war etwa so alt wie ich, lange blonde Haare und blaue Augen. Er hatte wie mein Vater spitze Ohren, deshalb dachte ich mir, dass er ein Elb sein musste. Er blieb vor uns stehen. „Darf ich die Lady entführen?“ „Klar doch“, antwortete ich ihm. Er stieg ab und hob mich auf sein Pferd, dann stieg er hinter mich und ritt mit mir davon. Ich war so sauer auf Harry, das es mir egal war. Gegen Abend brachte er mich zurück. Harry saß auf einer Bank. Es sah so aus, als wenn Harry auf mich gewartet hätte. Er kam auf uns zu gerannt. Ich stieg ab. Der Reiter verabschiedete sich von mir und ritt in die Nacht.lena, warte wir wollten doch reden?“ „Du wolltest reden, nicht ich!“ „Was habt ihr denn so gemacht?“ "Das geht dich nichts an!“ „Du kennst ihn doch nicht einmal!“ „Ja und?“ „Ich muss mit dir reden!“ „Was ist wenn ich das aber nicht will?“ „Bleib doch mal stehen!“ „Wieso sollte ich!“ „Ich liebe dich!“ Ich blieb stehen und drehte mich zu ihm um. „Sag das noch mal!“ „Eben wie wir Alex abgeholt haben, hat deine Tante  zugegeben, dass deine Mutter 10 Jahre war als sie mich als Baby gefunden hat. Ich bin nicht dein Onkel, ich bin nur Harry.“ Wir küssten uns. Er trug mich in den Palast von meinem Vater, in mein Zimmer und in mein Bett. Als ich am Morgen aufwachte, lag Harry neben mir. Es war die Nacht meiner Träume. „Guten Morgen, Süße.“ „Guten Morgen.“ „Gut geschlafen?“ „Ja, sehr gut.“ „Soll ich Frühstück holen?“ „Ja, das ist eine sehr gute Idee.“ Er zog sich an und ging. Es war als wenn Träume wahr geworden wären. Ich hatte eine Familie und war glücklich verliebt, sehr glücklich. Ich stand auf und zog mich an. Ich sah mich um und mir fiel jetzt erst auf wie schön es hier ist. Ich ging auf den Balkon und sah in die wunderschöne Landschaft. Ich atmete tief durch. Die Tür ging auf und Harry kam mit dem Frühstück. Er stellte es auf den Tisch der an der Wand stand. Ich ging zu ihm und küsste ihn. „Womit habe ich das denn verdient?“ „Ich bin einfach froh, dass du da bist.“ Er lächelte und küsste mich. Plötzlich ging die Tür auf und mein Vater kam herein. „lena!“ Ich ließ Harry sofort los. „Der dunkle Herrscher hat uns angegriffen. Wir brauchen deine Hilfe, sofort!“ Ich sah Harry in die Augen. Es sah aus, als wenn er weinen würde. Ich ging mit meinem Vater hinaus. Es tat weh, so als wenn das zu sagen hätte, das wir uns nie wieder sehen würden. Mein Vater fing an mit mir zu reden: „Ist da etwas zwischen dir und Harry?“ Ich antwortete ihm nicht. „Ich will nicht das du etwas mit diesem Mann zu tun hast!“ Ich ballte die Fäuste. „Du wirst John heiraten!“ John war der Reiter von Gestern. „Du bist ihm versprochen und ich will, dass du dieses Versprechen einhältst. Haben wir uns verstanden?“ Ich schrie ihn an: „Ich liebe Harry und Nichts und Niemand wird uns auseinander bringen!“ KLATSCH! Mein Vater schlug mich. Er schrie zurück: „Du wirst diesen Harry nie wieder sehen und wirst John heiraten. Haben wir uns verstanden?“ Ich fing an zu weinen und rannte zu Harry in mein Zimmer. Mein Vater folgte mir. Ich fiel Harry in die Arme, der immer noch wie angewurzelt da stand. Ich küsste ihn. Mein Vater riss uns auseinander und schupste Harry weg. Harry stolperte und fiel rücklings den Balkon hinunter. „Nein“, schrie ich und wollte zum Balkon rennten, doch mein Vater hielt mich fest und zerrte mich zu den Pferdeställen. Er setzte mich auf ein Pferd und stieg hinter mich. Wir ritten in den Krieg. Am Schlachtfeld angekommen, zog mich einer der Gegner vom Pferd. Ich fiel zu Boden. Ich lag rücklings auf dem Boden. Ich wollte sterben, ich wollte zu Harry! Mit verweinten Augen sah ich in den Himmel, der aussah, als wenn er wie Feuer Brannte. Doch Plötzlich hob mich jemand vom Boden auf und ritt mit mir von der Schlacht hinfort. Wir ritten in einen Wald. Es war sehr schön dort, aber es war so still, das es mir etwas unheimlich wurde. Der Reiter war vermummt, ich konnte sein Gesicht nicht sehen. Doch da erschien hinter diesen ganzen Bäumen ein Dorf, noch größer als ein Dorf, eher wie eine Stadt, eine Elbenstadt. Alle Elben sahen mich an und fingen an in einer seltsamen Sprache miteinander zu tuscheln. Wir ritten auf ein Schloss zu, wo ein königliches Elbenpaar stand. Der Reiter stieg ab und hob mich vom Pferd. Er ging zu dem königlichen Elbenpaar. „Mutter, Vater.“ Er verneigte sich. „Das ist Viviane.“ Ich fragte mich woher er meinen Namen kannte. „Ich möchte gerne, dass sie hier bleibt. Jedenfalls so lange, bis sich alles etwas beruhigt hat.“ „Natürlich mein Sohn, sie kann hier bleiben. Viviane komm doch näher, wir beißen schon nicht“, sagte der Vater. Ich blieb stehen. Der Reiter nahm seine Kapuze ab. „John!“, stellte ich mit entsetzen fest. „Komm mit, ich erkläre dir alles.“ Er nahm meine Hand und zog mich mit sich. Er setzte sich auf eine Bank, die in der nähe stand, aber noch so versteckt das wir ungestört waren. Ich setzte mich neben ihn. Er nahm meine Hand. „Ich das du… ich verlange auch gar nicht das du…, aber ich muss  dir etwas sagen… ich kann das nicht…, aber es muss sein…“ „John?“ „Unterbreche mich bitte nicht… ich muss es dir sagen… ich… ich kann das nicht…ich… ich muss dir sagen…“ „OK, tief durch atmen…“ „Ich kann es nicht… ich liebe dich! Erst nur wegen deinem Vater und dann hab ich dich besser kennen gelernt und dann habe ich mich wirklich verliebt und jetzt bist du hier und ich auch und ich weiß gar nicht was ich jetzt machen oder tun soll ich, ich, ich ach keine Ahnung, ich…“ „John, ganz ruhig. Wie wäre es wenn du erst mal tief durch atmest und den Mund hältst und darüber nach denkst was du gerade gesagt hast?“ „Tut mir leid, ich wollte dich nicht überrumpeln.“ „Schon gut, ich bin es mittlerweile gewöhnt, dass sich etwas in meinem Leben verändert.“ Ich wunderte mich selbst über meine Antwort, wieso konnte ich ihm nicht einfach sagen, das ich ihn nicht liebe? Wir sahen uns an, ich sah tief in seine blauen Augen, wir kamen uns näher. Da sprang ein Pferd über unseren Köpfen hinweg. „Alina!“, rief John. Die Reiterin stieg ab und kam auf uns zu. Sie hatte einen Kratzer im Gesicht. „Hi ihr zwei. Ich komme gerade von Vater. Wir müssen ihm helfen!“ „Viviane, das ist Alina, sie ist deine Halbschwester.“ „Du musst lernen dich gegen den dunklen Herrscher zu wehren.“ „Wer kann dir helfen die Magie zu erlernen? Wir können dir nur zeigen wie man mit Pfeil und Bogen und dem Schwert umgeht.“ „Könnte deine Mutter dir nicht helfen?“ „Alina, sie braucht einen Lehrer, der sein Handwerk auch versteht. „Kennst du jemanden,wie lena?“ Ich stand auf und drehte ihnen den Rücken zu. Mir liefen die Tränen die Wangen hinunter. „Harry“, sagte John. „Das mir das nicht gleich eingefallen ist .Viviane wo ist Harry?“ Ich drehte mich um und schrie: „Er ist tot! Vater hat ihn vom Balkon geschupst, damit ich ihn heirate!“ Ich zeigte mit dem Finger auf John. Alina fragte leise: „Vater hat Harry getötet, weil er wollte, das du John heiratest?“ „Ja!“ Alina verschlug es die Sprache. „Dann bleibt nur noch deine Mutter übrig. Weißt du wo sie sich aufhält, Viviane?“ „Nein, ich weiß nichts von meiner Familie!“ „Gut, dann bringen wir dir das bei, was wir wissen.“ Es vergingen Monate und John und ich kamen uns immer näher. Ich wollte Harry nicht einfach so durch John ersetzen, aber da wir Tag für Tag zusammen waren, dachte ich kaum noch an Harry. „Ich glaube Viviane, du bist so weit. Wir sollten deine Mutter suchen.“ „Ich werde zu Vater reiten und mit ihm reden. Vielleicht ergibt sich etwas Neues?“ Alina stieg auf ihr Pferd und ritt davon. „Also, dann lass uns deine Mutter suchen.“ „Ja, sieht so aus, als wenn nur noch sie uns helfen kann.“ Ich sah ihm dabei ganz tief in die Augen. Das war mein Fehler. Ich küsste einen anderen Mann als Harry. Das durfte nicht sein. Das hörte sich jetzt vielleicht verrückt an, aber ich liebe Harry immer noch. John hielt mich im Arm. „Jetzt hast du deinem Vater doch seinen Wunsch erfüllt.“ Ich sah John nicht an. „Ich kann das nicht!“ „Was kannst du nicht?“ „Das mit uns wird niemals etwas!“ „Wieso?“ „Ich liebe Harry!“ „Harry ist tot!“ „Das ist mir egal!“ Ich rannte weg. Ich wollte einfach nur weg von hier und John. Ich wollte zu Harry. Ich drehte mich um und rannte zum Pferdestall, stieg auf Schneeflocke, ein weißes Pferd, das irgendwelche magischen Kräfte haben sollte und ritt davon. Beim üben mit Pferden habe ich Flocke geritten. Wir sind richtig gute Freunde geworden. Ich ritt durch die Wälder, bis zu einem Sandweg. Ich hielt Flocke kurz an und ritt dann weiter. Mir war es egal wo ich hintrete, Hauptsache weg von John. Ich ritt weiter, bis ich zu einem riesigen Sandplatz kam. Auf dem Platz flogen sechs Kapuzenwesen. Sie waren wie Geister und hatten eine Sense bei sich. Schneeflocke machte einen Sprung und landete nicht wieder, sie hatte Flügel bekommen. Flocke flog mit mir durch das Gewirrt von Geistern hindurch. Diese Wesen folgten uns und holten uns ein. Plötzlich kam etwas wie eine Rakete auf einem Besen auf die Geister zu geschossen. Flocke landete wieder, die Flügel waren verschwunden. Sie drehte sich um. Der Besen landete vor mir. Ich dachte ich träumte. Es war Harry. Ich stieg ab und fiel ihm in die Arme. Tränen liefen mir das Gesicht hinunter. Ich machte die Augen zu. Dann, ohne Warnung, schupste Harry mich nach hinten und schrie: „Nein!“ Dabei drehte er sich um. Ich machte die Augen wieder auf. Einer der Geister rammte Harry seine Sense in den Bauch. Harry sagte noch zu mir: „Reite zu deinem Vater, kümmere dich nicht um mich sonst erwischen sie dich noch!“ Ich rannte zu Flocke und ritt zu meinem Vater. An der Wiese meines Vaters angekommen, kam eine Frau auf mich zu, packte mich am Arm und es erschien wieder dieses weiße Licht. Ich landete mit der Frau auf einem Schotterplatz. „Komm mit in das Haus da drüben“, sagte die Frau. Ich folgte ihr. Es war eine kleine Holzhütte, die geradeso für zwei Personen reichte. „Setz dich doch“. „Wer sind sie“. „Oh, sorry. Ich bin deine Mutter. Wo ist eigentlich Harry?“ Du bist also meine Mutter?“ „Ja, kommt Harry nach? Ich meine, er hat dich doch gefunden? Ich mein nur, seine große Liebe findet man doch?“ Diese Geister haben ihn verletzt“. meine Mutter ließ die Tasse Kaffee, die sie in der Hand hielt, fallen. „So Sensemann ähnliche Geister?“ „Ja, wieso?“ „Naja, es ist so, wenn jemand von ihnen verletzt wird, wird der jenige genauso wie sie selbst.“ „Aber Harry ist Harry und wird auch immer Harry bleiben, oder?“ „Nein, er wird genauso böse wie sie werden und versuchen dich zu töten.“ „Gibt es denn nichts das ihn wieder heilen kann?“ „Ich weiß es nicht, wenn, dann musst du mal die Bibliothek von deinem Vater auseinander nehmen.“ „OK. Ich muss dann auch los.“ Ich stand auf. „Nichts überstürzen! Wunderst du dich nicht, das Harry, aus irgendwelchen Gründen auch immer, noch lebt?“ „Doch schon, aber ich bin froh, das er noch lebt und deswegen werde ich ihn auch retten!“ „Verstehe, aber nur so zu deiner Info, ich war zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ „Wie soll ich das verstehen, du sprichst in Rätseln!“ „Kindchen, ich mein nur, das ich ihn mit Zauberei am leben erhalten haben.“ „Hääää…?“ „Ich habe ihn durch Zauberei aufgefangen, als dein Vater ihn fliegen lassen hat.“ „Aja, kommst du mit oder wolltest du hier…?“ „Natürlich komme ich mit, ich lass dich doch nicht bei diesem möchte gern Vater alleine und außerdem muss ja irgendeiner dir das Zaubern beibringen. Also Kindchen..!“ Sie stand auf und packte mich am Arm. „Dann lass uns die Bücherei durchkramen. Ich geh mal die Rasselbande einsammeln ein sammeln, du wirst die Bibliothek schon finden.“ Weißes Licht und ich war wieder da, wo ich her kam, von meinem Vater. Ich ging hinein und wurde direkt von Alina überfallen. „Wir haben uns solche Sorgen gemacht! Wo warst du?“ „Ich war… Was heißt wir?“ „Na, John und ich, wieso?“ „Nur so, ich war bei meiner Mutter. Harry lebt noch, aber er wurde von diesen Geistern verletzt und ich brauch jetzt jede Hilfe, um in der Bibliothek etwas Brauchbares zu finden, damit Harry wieder der wird der er war! Hilfst du mir? Danke, komm! Halt, Moment, stopp, steh…! Wo ist eigentlich die Bücherkiste?“ „Na gut, schon gut, wir werden dir helfen.“ „Wer ist wir?“ „Na, John und ich! Wer denn sonst?“ „Ja, schon gut. Wo ist John denn?“ „Der ist, glaube ich in der Bibliothek und such eine Landkarte.“ „OK und wo ist die Bibliothek?“ „Dahinten, ich zeig es dir, komm mit, aber sei leise sonst hört uns Vater noch.“ Leise schlichen wir durch die Flure. Vater erwischte uns zum Glück nicht. „Willkommen in der Bibliothek.“ „lena!“ John kam auf mich zu. Er umarmte mich. Ich drückte ihn von mir weg. „Ich geh mal dahinten hin und such mal ein brauchbares Buch.“ „John lass sie. die kriegt sich schon wieder ein. Ich erzähl dir lieber mal, was überhaupt los ist.“ Ich hatte alles gehört. Ich konnte mich die ganzen Monate, während des Suchens mit den Anderen, nicht auf Harry konzentrieren. Ich musste die ganze zeit an den Kuss mit John denken. Ich hatte Angst, dass es wieder passierte, dass ich Harry betrüge. Die Monate vergingen und keiner von uns hatte irgendetwas gefunden, noch nicht! Ich kam gerade von meiner Mutter. Sie brachte mir die Zauberei bei. „Habt ihr etwa Neues?“, fragte ich Alina und John in der Bibliothek. „Nein, nichts“, antwortete Alina. Wir setzten uns an einen Tisch. „Es ist hoffnungslos!“ „Nein, sag doch nicht so etwas, lena. Ich meine, wir finden schon etwas.“ „Lass gut sein Alina, wir finden ja sowieso nichts.“ „Ich muss doch vollkommen durchgeknallt sein! Also etwas ist mir ja noch nie passiert! Das ist eine Katastrophe, also wirklich, ich bin vielleicht ein Schaf!“ „Was gibt’s denn Mami?“ Meine Mutter kam herein und hatte ein dickes braunes Buch im Arm. „Also wirklich, das gibt es doch nicht!“ Sie knallte das Buch auf den Tisch. „Ich hab euch in der falschen Abteilung suchen lassen!“ „Was ist das Mami?“ „Ein Buch, was denn sonst?“ „Das sehe ich auch, dass das ein Buch ist! Ich meine was ist mit dem Buch?“ „Ich habe es in meinem Bücherregal gefunden.“ Sie schlug es auf. „Hier steht’s! Nur der Kuss der wahren Liebe kann einen Geist der Dunkelheit erlösen.“ „Das heißt Mami?“ „Du musst Harry finden und ihn küssen!“ „OK.“ „Cool, warum sitzen wir hier eigentlich noch? lena, John, los! Die warten nicht ewig auf uns!“ „Da hast du Recht, Alina!“ Meine Mutter schlug das Buch zu. „Was soll das heißen, Mami?“ „Das heißt, wenn ihr sie nicht findet, dann finden sie euch. Ach außerdem, wisst ihr eigentlich wo und wie ihr den Dunklen Herrscher findet und besiegen könnt?“ „Es gibt doch nur eine auf der Welt, die ihn besiegen kann!“ „Ja, das stimmt John und diese Person ist hier in diesem Moment bei uns, hier in diesem Raum.“ Alle schauten mich an. „Und wie soll ich das machen?“, fragte ich. „Durch die Liebe wirst du ihn besiegen können, durch deine Liebe zu Harry!“ Plötzlich kam mein Vater herein gestürmt. „Sie sind hier!“ „Wer?“, fragten Alina, John und ich gleichzeitig. Meine Mutter wirbelte herum. „Los…Nein, stopp…Zu den Stellen…Nein, stopp…Bildet einen Kreis…!“, stotterte sie. „Dad?“ „geht ich halte sie auf!“ „Was ist mit Alex?“ „Geht, ich kümmere mich um Alex!“ „Nein!“ Ich rannte weg. ich weiß nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund wollte ich Alex beschützen. lena, bleib hier!“, schrie meine Mutter mir nach. „lena, hinter dir!“, schrie mein Vater. Ich drehte mich um. Hinter mir war ein Geist der Dunkelheit. Der Geist nahm die Kapuze ab. Braune zerzauste Haare und eine Brille mit Halbmondgläsern. „Harry?“ Eine gruselige Stimme antwortete mir: „Wer denn sonst?“ Er sah schrecklich aus, wie eine vermoderte Wasserleiche. Er zog sein Schwert. „Nein! Viviane, lauf weg! Ich halte ihn auf!“, schrie mein Vater. „Nein, das muss sie alleine klären!“ Meine Mutter packte meinen Vater am Arm. Harry kam langsam auf mich zu. Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu. Er schlug mit dem Schwert zu. Ich duckte mich und schlug ihm das Schwert aus der Hand. Ich küsste ihn. Ein Staubnebel wirbelte um ihn. Ich ließ ihn los und ging ein paar Schritte rückwärts. Er ging in die Knie und schrie. Der Nebel verzog sich. Harry lag am Boden. Ich rannte zu ihm. „Harry, alles in Ordnung? Harry hörst du mich?“ Er sah wieder normal aus. „Viviane, bist du es?“ „Ja.“ „Habe ich gerade versucht dich zu töten?“ „Ja, aber das ist egal! Hauptsache dir geht es gut!“ Ich umarmte ihn. „Ich bin ja jetzt wieder da und werde dich nie wieder verlassen, versprochen!“ Ich ließ ihn los. Da hörten wir Schritte und Schreie. Es kam der Dunkle Herrscher und er hielt Alex am Arm. Eine grausame Stimme sagte: „Wenn ich Viviane nicht bekomme, dann nehme ich die hier mit!“ Alex schrie als wenn er sie quälen würde. Der Dunkle Herrscher verschwand mit Alex. „Wo sind sie hin?“ „Verschwindet, los, macht schon!“, schrie Harry meine Eltern an. Sie verschwanden. „Wo sind sie hin?“ „Ich weiß es nicht genau, aber ich denke sie sind in seinem Versteck.“ „Ja und dann los…!“ „Das ist nicht so einfach. Weißt du, keiner weiß wo er sich versteckt.“ „Ja, dann lass uns doch mit diesem…“ „Das geht nicht. Du musst dafür wissen, wo er sich versteckt, sonst geht es nicht!“ „Ach so, sag das doch gleich und was jetzt?“ „Wir müssen sie ausfindig machen und dazu müssen wir in die Schule!“ Harry hielt meine Hand und im nächsten Moment saßen wir auf einem mir bekannten Fußboden. Es war der Fußboden aus meinem Zimmer in der Schule. „Komm, wir müssen in mein Büro! Wir sollten uns beeilen, bevor er noch mehr Schaden anrichtet!“ Wir rannten in Harrys Büro, wo er aus einem alten Holzschrank ein gelbgoldenes Kästchen holte und es auf seinen Schreibtisch stellte. „Was ist das, Harry?“ „Das wirst du gleich sehen!“ Er machte das Kästchen auf und holte ein Samtsäckchen heraus. Er nahm eine Landkarte, machte das Säckchen auf und streute glitzernden Staub auf die Karte. Er holte aus dem Kästchen eine art Kette heraus, eine Schnur mit einem Kristall. Der Kristall schimmerte in allen Regenbogenfarben. Harry hielt ihn über die Karte. Das Pendel bewegte sich. Es bewegte sich über die Karte hin und her. Doch plötzlich schlug ein Fenster auf und ein Windstoß stieß durchs Zimmer. Der Staub verteilte sich im ganzen Zimmer, Blätter flogen durch den Raum. Es wurde kalt. Harry hielt das Pendel immer noch in der Hand, aber es bewegte sich nicht mehr. Es leuchtete rot auf. „Was hat das zu bedeuten?“ Harry gab mir keine Antwort. „Harry, was ist los? Harry was hat das zu bedeuten?“ „Nichts!“ Er legte das Pendel wieder zurück in das Kästchen. „Was heißt nichts?“ „Nichts, gar nichts.“ Harry, sag die Wahrheit!“ „Das ist die Wahrheit.“ „Harry was ist los?“ „Sie sind nicht zu finden, das ist los.“ Er schrie: „Ich habe versagt!“ „Nein, hast du nicht! Du kannst nichts dafür!“ „Was ist, wenn er ihr etwas Schreckliches antut?“ „Alex ist alt genug, sie kann auf sich selbst aufpassen!“ Ich glaubte zwar selbst nicht an das, was ich da sagte, aber Harry beruhigte sich wieder. Er nahm mich in den Arm und küsste mich. „Es wird ihr schon gut gehen. Ich meine, er würde sie doch nicht umbringen, oder?“ „Ich weiß es nicht, aber zu trauen würde ich es ihm schon.“ „Und was jetzt?“ „Ich habe keine Ahnung.“ „Lass uns abwarte, wir können sowieso nichts tun, Harry, gib dir nicht die Schuld, du kannst nichts dafür!“ „Schon gut.“ Er sah mich an und lächelte. Die Bürotür wurde aufgestoßen. Harry ließ mich los. „Dad, was machst du denn hier?“ „Habt ihr Alex gefunden?“ Harry antwortete: „Nein, wir suchen noch.“ „Ich werde Truppen losschicken, vielleicht finden wir sie heute noch!“ Mein Vater drehte sich um und ging. Die Tür fiel ins Schloss. „Meins du wir hätten es ihm sagen müssen?“ Harry strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Wir sollten ihm die Hoffnung nicht nehmen.“ Er lächelte mich an. „Wenn du meinst, ich halte mich daraus, wenn du meinst, du müsstest es für dich behalten, ich mein ja nur, is deine Sache!“ „Willst du mir ein schlechtes Gewissen verpassen?“ Er verschränkte die Arme. „Nö, nicht wirklich, ich mein ja nur, wenn du meinst…“ „Ist ja gut, ich sag es ihm, aber erst später.“ Er nahm mich in den Arm und zog mich zur Tür. „Hast du jetzt schon was vor?“ „Wieso?“ „Ich habe Hunger und ich würde dich gerne zum Essen einladen!“ „Wie kannst du jetzt an Essen denken?“ „Ich habe Hunger und ich würde dich gerne zum Essen einladen!“ „Du bist unmöglich!“ „Bin ich wirklich so schlimm?“ „Nein, süß!“ „Wirklich?“ „Ok, ok, schon überredet und wohin gehen wir?“ „Lass dich überraschen!“ Arm in Arm verließen wir das Büro. Am nächsten morgen ging das Caros wieder von vorne los. Die Tür von meinem Schlafzimmer wurde aufgestoßen. Harry und ich saßen kerzengerade im Bett. „lena, aufstehen! lena, wir haben eine Spur, los komm schon!“ Es war mein Vater. „Dad, schon mal was von anklopfen gehört?“ „Hab ich euch aus euren Träumen gerissen?“ „Dad!“ „Bin schon weg!“ Er ging. Harry und ich fielen zurück in die Kissen. „Beeilt euch!“ Mein Vater stand schon wieder in der Tür. Ich schmiss ein Kissen nach ihm. „Waaahhh…“, und er ging. „Guten Morgen Süße! Gut geschlafen?“ „Guten Morgen! Bis gerade schon!“ „Das wird schon, wenn das hier alles vorbei ist, ziehst du zu mir, OK?“ „OK, schon überredet.“, und gab ihm einen Kuss. Trotzdem war ich etwas enttäuscht, weil wer weiß wann das Caros endlich vorbei ist, aber solange Harry bei mir ist, soll mein Vater doch schreien wie er will , es ändert sowieso nichts. „Frühstück?“ „Ich glaube nicht, dass wir dazu kommen werden.“ „Wieso?“ „Viviane! Harry!“ Meine Mum. „Hatten wir das nicht gerade schon mal?“ „Ja, nur das mein Vater uns fast einen Herzinfarkt verpasst hat!“ „Aufstehen?“ „Müssen wir ja wohl!“ „Müssen wir nicht!“ „Sollten wir aber, sonst kommen die nachher noch mit einem Wasserschlauch!“ „OK, aber vorher einen Kuss!“ „Komm her Romeo!“ „Ja, ja! Ihr zwei hängt aneinander wie die Kletten!“ Meine Mum stand in der Tür. „Lieber Kletten als nervende Eltern!“ Ich stand auf. „Du stehst freiwillig auf?“ „Ja, stell dir vor!“ Harry lächelte mich an. „Kein Frühstück?“ „Nein, sieht so aus als müssten wir darauf verzichten!“ „Schade!“, er zog eine Schnute. „Komm, sonst werden wir die nervenden Eltern nie los!“ „Ist ja gut, ich steh ja schon auf!“ Wir zogen uns an und gingen zu den anderen. Auf dem Weg hörte ich ein Gespräch zwischen Alina und John. Ich hoffte, dass Harry es nicht hörte. „Meinst du die kommen heute noch?“ „Alina du glaubst doch nicht im ernst, dass Viviane uns im stich lässt!“ „Glaubst du? John, was läuft da eigentlich zwischen dir und lena?“ „Nichts, wieso?“ „Nur so, interessiert mich halt! komm schon, was ist los, ich merk doch das da was ist!“ Alina sah John ernst an. „Ja, ist ja gut! Wir haben uns geküsst!“ Er stand auf und drehte ihr den Rücken zu. „OK, so genau wollte ich das eigentlich nicht wissen. Moment mal, ihr habt was?“ „Hi Leute, was gibt’s so dringendes?“ „Viviane! Harry! Na ihr zwei wie geht’s? Setzt euch doch. Ach ne wir sollen ja rüber zu den Anderen. Geht schon mal vor wir kommen gleich nach! Wir müssen noch etwas besprechen! Nichts über euch, wie kämen wir auch dazu, nein, wir müssen nur was bequatschen, nicht über euch…“ „Alina, sie haben es verstanden!“ „Ich will es nicht wissen! Komm Harry lassen wir sie in ruhe quatschen.“ Wir gingen zu den Anderen und mussten uns einen Roman von meinem Vater anhören, dass wir Alex finden müssen. Nicht, dass ich nicht helfen wollte sie zu finden, aber man muss doch nicht gleich ein Buch dazu erzählen. „Wir müssen nach ihr suchen, uns bleibt nicht mehr viel Zeit! Wer weiß was er ihr antut!“ Genervt quatschte ich meinem Vater ins Wort. „Und wen willst du losschicken, Dad?“ „Gut, dass du fragst, du wirst mit Alina und John nach ihr suchen!“ „Nur wenn Harry mitkommt!“ „Ich kann nicht. Ich muss zurück in die Schule. Ich war schon zu lange weg.“ „Aber…“ „Kein aber!“ Er küsste mich. „Du schaffst das schon, auch ohne mich und außerdem hattest du doch nicht vor ewig weg zu bleiben oder?“ Er lächelte mich an. „Nein, nicht wirklich.“ „Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich auch.“ Er gab mir eine Kette mit einem Herzanhänger. „Damit du mich nicht vergisst!“ Er küsste mich ein letztes Mal und verschwand. „Du siehst ihn doch wieder, Schwesterchen!“ Alina legte eine Hand auf meine Schulter. „Lasst uns gehen. Wir wollen doch nicht noch mehr Zeit vertrödeln!“ Wir packten ein paar Sachen und ritten los. Tage und Nächte suchten wir nach Alex und dem Versteck des Dunklen Herrschers, doch wir fanden nicht einmal eine Spur oder einen Hinweis wo sie sein könnten. Es wurde Abend und Alina und ich saßen um ein Lagerfeuer herum. „Ich geh dann mal schlafen.“ „Gute Nacht Alina.“ Ich nahm die Kette in die Hand. „Du vermisst ihn.“ „John.“ Ich steckte die Kette schnell wieder weg. „Ja, ich wer sonst.“ „Keine Ahnung, wer weiß!“ Er setzte sich zu mir. „Keine Angst, ich beiße dich schon nicht.“ „Wäre auch irgendwie komisch.“ „Ja, irgendwie schon.“ Wir lachten beide. Wir sahen uns an. „Ich geh dann auch mal schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag!“ „Viviane, warte!“ Wir standen uns gegenüber. Er küsste mich. „John…!“ „Sag nicht?“ Er tat es wieder. Dann passierte etwas, dass ich nicht wollte. Am Morgen wachte ich auf, neben dem falschen Kerl, aber mit der Kette meines Geliebten. „Guten Morgen, Süße.“ „Morgen!“ Ich stand auf und zog mich an. „Ist was?“ „Ja, nein, das fragst du noch!“ „Was hab ich falsch gemacht?“ „Alles!“ „Was?“ „Nichts! Zieh dir was an!“ Er stand auf. „Was denn, gestern hat dich das nicht gestört!“ Ich drehte ihm den Rücken zu. „Arrrr… Junge, kapierst du es nicht, das war ein Fehler! Ich will nichts von dir und jetzt zieh dir was an!“ „Guten Morgen Jo… Bin schon wieder weg.“ „Merkst du das nicht, was du angerichtet hast? Ich will dich nicht, ich will Harry! Ich wusste, dass es ein Fehler war ohne Harry zu gehen! Ich hasse dich!“ Ich rannte weg, zu meinem Pferd und ritt davon. Eigentlich sollten wir uns nicht trennen, aber ich musste einfach weg von diesem schrecklichen Kerl. Dieser Kerl denkt nur an sich. Ich wusste nicht wo ich hin ritt, aber es war mir auch egal, Hauptsache ich war weg von diesem Mistkerl. Es wurde dunkel. Nebel zog herauf. Ich hielt an und stieg ab. Der Nebel wurde so dicht, dass ich noch nicht einmal meine Hand vor Augen sah. Ich setzte mich vor einen Baum. Plötzlich leuchtete meine Kette. „Viviane!“ War das Harry? Jemand kam auf mich zu gelaufen. „Harry, warte!“ „Beeil dich Alina!“ Ich stand auf. „Viviane! Alles in Ordnung?“ „Harry! Ja, mir geht’s gut!“ Ich fiel ihm in die Arme. „Es tut mir so leid, ich wollte das nicht!“ „Ist gut, du brauchst mir nichts zu erklären, ich weiß bescheit.“ „Nein, weißt du nicht, du weißt nicht was gestern Abend passiert ist! Harry…“ Er sah mich an und lächelte. „Ich weiß es, ich hab alles gesehen, durch die Kette und ich verzeihe dir.“ „Du hast was, du tust was?“ „Ja, ich weiß, dass er dich verführt hat! Ich liebe dich doch!“ Er küsste mich. Alle standen um uns herum. ich sah in die Runde. „Wo ist John?“ Nicht das ich mir etwa Sorgen um ihn machen würde, im Gegenteil ich würde ihm lieber eine knallen, aber er war doch bei Alina. Alina antwortete keuchend: „Keine Ahnung, er war gerade noch hinter mir!“ „Wir können nicht auf ihn warten! Wir müssen uns um Alex kümmern!“ „Aber Dad, wir können  ihn doch nicht hier alleine lassen! Immer geht es um Alex, immer geht es darum das wir sie retten müssen! Ja, schon klar, dass wir sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen können und wir ihr helfen müssen, aber wir haben keine Ahnung wo sie sein könnte!“ „lena, erstens schrei nicht so, ich stehe vor dir! Zweitens haben wir das Versteck gefunden, es ist hier!“ „Ich schreie wann ich will und wo ich will und wie laut ich will! Moment mal, wir haben was, es ist wo? Woher wollt ihr das wissen?“ „Dreh dich mal um!“ Ich drehte mich um. Da war ein Torbogen mit einer Inschrift: „Das Schloss des Dunklen Herrschers“. „Wie originell!“ „Lasst uns gehen, wir müssen Alex retten!“ Wir gingen einen schmalen Waldweg entlang. Es kam mir so vor als würden wir stundenlang unterwegs sein. Wir erreichten eine Steintreppe. Sie führte zu so einer Art Burg oder auch Schloss, was es glaube ich auch sein sollte, aber ein Schloss hatte ich mir anders vorgestellt. „Wir müssen weiter, lena!“ Harry nahm mich an der Hand. Wir gingen die Steintreppe hinauf. Die Tür öffnete sich von alleine. „Sieht so aus als würden wir erwartet.“ „Meinst du, woher sollte er denn wissen, das wir kommen?“ „Keine Ahnung Harry, aber ich hab das merkwürdige Gefühl, das wir erwartet werden.“ „Hoffen wir, dass du Unrecht hast.“ Er hielt meine Hand noch fester. Ich denke er wollte, dass ich Unrecht habe aber daran glauben tat er nicht. Die Lichter gingen von alleine an. Ich sah Harry an. Er sah mich nicht an. Er sah gerade aus, als wenn plötzlich jemand um die Ecke geschossen kommen könnte. Langsam wurde sein Händchen halten schmerzhaft. Leise flüsterte ich ihm zu: „Du tust mir weh!“ Er hielt meine Hand nur noch fester. „Harry!“ „Sei still!“ „Harry du tust mir weh!“ „Sei endlich still!“ „Buhhh…!“ „John! Wo kommst du denn her?“ „Kommt mit ich will euch etwas zeigen.“ „Aber…“ „Psssst Prinzessin lena!“ John legte seinen rechten Zeigefinger auf meine Lippen. „Wir wollen doch nicht die bösen Monster wecken!“ Er drehte sich um und ging voraus. Hinter uns wurde geflüstert doch ich verstand nicht was sie sagten. Wir kamen an einer Tür an. John öffnete sie und ging hinein. Wir gingen ihm nach. John blieb vor der Wand stehen. „Alex!“ Ich wollte zu ihr, aber Harry hielt mich fest. Sie hing an der Wand und ließ den Kopf hängen. „Hab ich gut gemacht oder?“ Ich sah ihn finster an. „Was hast du gut gemacht? Sie an die Wand genagelt? Was hast du ihr angetan?“ „Viviane!“ Mein Vater hielt mich an der Schulter fest. „Ja, ich gebe zu, ich war der Jenige der sie an die Wand gehängt hat.“ Er drehte sich zu mir um und kam auf mich zu. „Ich hab es ja auch geschafft, dass du  mit mir schläfst und das war ehrlich gesagt einfacher, als ich es mir gedacht habe.“ Er wandte sich an Harry. „Lässt die sich von jedem so leicht verführen?“ Harry sah ihn fragend an. „Ach sie erzählt dir gar nichts von ihren ganzen Lovern! Zizizizi, böses Mädchen!“ „Du Mistkerl!“ Harry hielt mich zurück. „Na, na, wir wollen doch nicht ausfallend werden! Naja, zurück zu Alex. Ihr wollt sie doch wider haben oder nicht? Gegen eine kleine Gebühr versteht sich!“ „Was willst du, John?“ „Das fragst du noch, Prinzessin lena! Ich hatte dich für schlauer gehalten. Ich gebe dir einen kleinen Tipp, ich will etwas von dir, mehr oder weniger könnte ich dich danach auch töten, aber ich könnte dir auch deine kleinen Gemeinheiten verzeihen und dich zu meiner Frau nehmen. Es ist deine Entscheidung, aber es wäre schade, wenn ich dich töten müsste. Glaube mir, das kommt alles von Herzen!“ „Du hast kein Herz, du bist grausam, du bist ein Mörder!“ „Gut wie du willst, aber du hast es immer noch nicht verstanden! Ich bin der Dunkle Herrscher!“ „Du Verräter!“ „Oh, ich fühle mich geehrt, aber ihr sitzt in der Falle, ich habe das was ich brauche und ich danke euch, dass ihr mir lena gebracht habt und…“ Er schnippte mit den Fingern. „… die brauche ich nicht mehr!“ Alex fiel ohnmächtig von der Wand. Harry ließ mich los und fing Alex auf und trug sie zu den Anderen. „Fehler Harry!“ John griff nach mir. „Die gehört jetzt mir!“ Harry fand seine Stimme wieder. „Lass die Finger von ihr! Du hast schon mehr bekommen als erlaubt!“ „Ach, du musst ihr das Fremdgehen erst erlauben! Interessant, interessant!“ „Reitz mich nicht, John! Ich werde dich töten, wenn es sein muss!“ „Uhuhuhu, jetzt bekomme ich aber Angst! Ich zittere schon!“ „Gut, du wolltest es so, jetzt bekommst du meine Wut zu spüren!“ Harry ging auf John los. John zog ein Messer hinterm Rücken hervor und rammte es mir in die Seite und stieß mich von sich weg. Ich viel schmerzvoll zu Boden. „Nein!“ Harry schupste John zur Seite und kniete sich neben mir auf den Boden. Er fühlte meinen Puls und stand wieder auf und wandte sich an John: „Nimm mich für lena und wenn du mich tötest, nur lass Viviane gehen, damit sie gerettet werden kann!“ John lachte: „Wie rührend! Sind sie nicht süß die Zwei! Aber tut mir leid Harry, auch wenn ich dich tote, ich kann sie nicht gehen lassen!“ John ging mit dem Messer auf Harry los, doch er kam nicht weit. „Was passiert hier? Ahhhh…!“ John ging in die Knie. Meine Mutter trat hervor. „So etwas nennt man wahre Liebe John, so was kennst du nicht und dafür wirst du jetzt bezahlen! Harry war bereit für lena zu sterben, um sie zu retten und du bezahlst jetzt für alle diene schrecklichen Taten!“ Ein letzter Aufschrei von John und er verschwand in einer Rauchwolke. „Harry, wir müssen lena hier weg Bringen, damit sie versorgt werden kann!“ Meine Augen vielen zu. Danach weiß ich nicht was passiert ist, ich war ohnmächtig und habe nichts mitbekommen. Ich weiß nur noch, dass ich bei meinem Vater im Schloss aufgewacht bin. Harry saß neben mir am Bett und hielt meine Hand. „Es ist vorbei Süße, es ist vorbei.“ Er lächelte mich an. Ich lächelte zurück. „Keiner kann uns jetzt noch trennen! Kein John oder Dunkler Herrscher ist da, um uns zu trennen! Es gibt jetzt nur noch uns Zwei und wenn du zu mir gezogen bist, können uns auch deine Eltern nicht mehr nerven!“ Er grinste mich an. Ich grinste zurück. „Ja, jetzt gibt es nur noch unsere lang herbei gesehnte Wirzeit.“ Ein paar Tage später stand ich wieder auf den Beinen. Ich saß auf der Terrasse und las ein Buch, bis Alina um die Ecke geschossen kam und mich unterbrach. „lena, ein Brief für dich!“ Ich sah auf. Sie hielt mir einen weißen Brief hin. Ich nahm den Brief. Alina ging wieder. Auf der Rückseite war in Schreibschrift mein Name geschrieben. Ich öffnete ihn.

 

Liebste lena,

 

bitte komme doch zu mir in den Rosengarten.

 

Dein Harry

 

„Was soll das denn? Nur ein Satz, mehr nicht und dann so etwas! Er hätte auch zu mir kommen können, um mir das zu sagen, dafür hätte er das Briefpapier nicht verschwenden brauchen!“ Ich legte das Buch und den Brief auf das Sofa, auf dem ich gesessen hatte und machte mich auf den Weg zum Rosengarten. Der Weg in den Rosengarten war mit roten Rosenblättern bedeckt. „Seid wann hat mein Vater vergessen die Rosenblättern von den Wegen fern zu behalten?“ Als ich um die Ecke bog, wusste ich warum. Harry stand unter einem Rosenbogen. Er hatte einen Anzug an und hielt eine Rose in der Hand. Ich ging zu ihm. Er kniete vor mir nieder und hielt meine rechte Hand. „Liebste lena, wir haben schwierige Zeiten durchstanden und trotz all dem Streit und Leid hat unsere Liebe gehalten. Ich will dich nicht mehr verlieren, ich will für immer bei dir sein. Liebste lena, hiermit frage ich dich, willst du mich heiraten?“ „Ja, ich will dich heiraten!“ Ich lächelte ihn an. Er lächelte zurück. Er stand auf und nahm mich in den Arm. Er küsste mich. Er strich mir eine Haarsträne aus dem Gesicht. „Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich doch auch.“ Ein halbes Jahr später haben wir geheiratet. Alles war so wie es sein sollte, das Gute siegte über das Böse. Es war als wenn Träume war werden. Ich hatte eine Familie die zu mir hielt und einen Mann an meiner Seite der mich liebte. Meine Eltern hatten sich vertragen und mein Vater akzeptierte Harry.

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Nun waren sie schon mehr als vier Jahre zusammen, und Timm hatte das Gefühl, dass, je länger sie beisammen waren, ihre gegenseitige Liebe und Zuneigung immer intensiver wurde. Nachdem Susi undTimm eben noch mit einem betörenden Augenaufschlag einen sinnlichen und verliebten Blick zugeworfen hatte, bettete sie ihren Kopf in Toms Schoß.
Zärtlich streichelten seine Finger ihren Kopf, ließ sie über ihren Nacken und an den einzelnen Gliedern ihrer Halskette entlang gleiten, um an ihrem Brustansatz zu verharren und sie dort sanft zu kraulen. Er spürte ihren pulsierenden Herzschlag. Ihr Brustkorb hob und senkte sich nun in ruhigen Atemzügen, obwohl sie zuvor noch einige neckische Spielchen getrieben haben und sie eigentlich noch völlig außer Atem sein musste.
„Weißt du, dass Sabine morgen früh mit uns frühstücken wird? Sie hat mich gestern gefragt, ob wir zusammen essen könnten“, flüsterte Tom ihr leise zu.
Aber Susi schien ihn nicht gehört zu haben, sie war wohl eingeschlafen.
Timm hoffte darauf, dass Susi nicht eifersüchtig auf Klara, die er erst vor ein paar Tagen kennen gelernt hatte, sein würde. Er schätzte ihre Toleranz, denn auch sie mochte seine neuen Freundinnen, obwohl er diese ständig wechselte. Dafür gönnte er aber auch ihr den einen oder anderen heißen Flirt.
Am nächsten Morgen machten sie sich auf in die Wiesbadener Innenstadt, um ihr Frühstück einzukaufen und hielten vor einem Laden, den Tom ansonsten auch immer aufzusuchen pflegte.
Susi aber wollte sich nur die Auslagen von draußen anschauen. Es war Timm ganz recht, und so sagte er ihr, dass er nicht lange brauchen würde und er gleich zurück wäre.
Es war noch früh und es herrschte noch nicht diese hier sonst so hektische Betriebsamkeit und so wartete Susi draußen vor dem Schaufenster, hinter dessen Glas sie entrückt die Auslagen betrachtete.
Auf einmal spürte sie heiße und begehrliche Blicke auf ihrem Körper. Ein Blick ins spiegelnde Glas des Schaufensters zeigte ihr, dass sich ihr ein sportlicher Typ, dem lange, braun gelockte Haare wirr ins Gesicht hingen, unauffällig genähert hatte, und sie, als wäre sie ein Ding von einem anderen Stern, anerkennend begutachtete. Er besaß lange schlanke Beine, warf sich in die Brust und schien vor Kraft kaum laufen zu können. Um ihr zu imponieren, zog er eine Augenbraue in die Höhe und legte sein sympathischstes Lächeln auf. Genüsslich ließ er seine Zunge von einem Mundwinkel zum anderen gleiten.
Susi war geschmeichelt. Ihr lief das Wasser im Munde zusammen. Neugierig spähte sie zur Ladentür, ob Tom dort vielleicht schon wieder zu sehen war. Nachdem sie festgestellt hatte, dass er im Laden noch beschäftigt war, warf sie aus den Augenwinkeln einen heimlichen Blick auf den Fremden. Dieser trat nun an ihre Seite und berührte sie, wie unabsichtlich, mit seinem Körper. Susi machte einen hastigen Schritt zur Seite, um ihn daraufhin gespielt frostig anzustarren. Erst wollte sie etwas Unschickliches tun, als sie aber in seine blauen Augen schaute, wurde ihr heiß und kalt und ihr Herz und ihre Leidenschaft hatten nun vollständig Feuer gefangen. So einen tollen Typen wollte sie eigentlich immer schon einmal kennen lernen und hatte plötzlich den geheimen Wunsch, heftig mit ihm zu flirten.
Unvermittelt bemerkte Susi die Begleitung dieses Fremden, die jetzt heftig an ihm zu zerren begann und ihn von ihr fortzog.
Der Typ wurde mitgerissen, zwinkerte Susi aber noch einmal ganz frustriert zu, drehte sich wieder um und trottete enttäuscht hinter seiner Begleitung drein. Susi seufzte deprimiert.
Sie hörte, wie Timm wieder aus dem Laden trat.
„Na“, meinte er mitfühlend lächelnd, „ist aus deinem Flirt nichts geworden?“ Susi schaute ihn nur bissig an, um dann doch einen begehrlichen Blick auf Toms Einkäufe zu werfen.
„Du hast bestimmt auch schon Hunger, habe ich recht?“, meinte er abwesend, denn genau in diesem Moment lief ein attraktives Mädchen an ihm vorbei in den Laden. Nachdem er seinen sehnsüchtigen Blick wieder von ihr reißen konnte und in Susis traurige Augen schaute, meinte er entschuldigend zu ihr. „Ich hoffe, Du verzeihst meine Schwäche. Hat es dir zu lange gedauert? Es tut mir leid, wenn du auf mich warten musstest.“ Eigentlich hatte Susi, Timm ja sehr lieb und so wendete sie nur schnippisch ihren Kopf zur Seite. Sie war nicht erpicht darauf, jetzt die beleidigte Leberwurst zu spielen und ihm mitten auf der Strasse eine Szene zu machen. Der entgangene Flirt machte ihr doch mehr zu schaffen, als sie zugeben wollte.
Sie setzten sich in Bewegung. Es wurde Zeit, denn Klara würde ja gleich kommen.
Timm hatte bereits den Kaffe und die Eier gekocht und stellte den Brötchenkorb und die frische Wurst auf den reich gedeckten Frühstückstisch. Im Mittelpunkt brannte eine Kerze und es wirkte alles sehr romantisch.
„Hoffentlich vertragt ihr euch beide“, sagte Timm zu Susi, die ihn von der Couch aus neugierig beobachtete. „Ich mag nämlich keine Eifersüchteleien.“
Er warf sich noch hastig ein frisches Hemd über, als es an der Haustür auch schon klingelte.
„Hallo Timm!“, begrüßte Klara, Timm, herzlich, warf sich ihm gleich an den Hals und küsste ihn tüchtig ab. Als sie sich aus seinen Armen löste, fiel ihr Blick auf Susi, die sie neugierig und abschätzend betrachtete. Eigentlich sah sie sie nicht als Konkurrentin, aber Susi war doch ab und wann eifersüchtig auf Timms neue Verehrerinnen. Zielstrebig und freundlich ging Klara auf Susi zu, um sie zu begrüßen.
„Hallo Susi. Ich hoffe, du bist nicht eifersüchtig auf mich?“, sagte sie fröhlich lachend zu ihr.
Auch KLara mochte keine Eifersüchtigkeiten und tatsächlich schien Susi sich über ihr Kommen zu freuen. Klara  beugte sich zu Susi hinab und streichelte sanft über ihren Kopf.
Susi wedelte zutraulich mit dem Schwanz und schleckte ihr mit ihrer feuchten Zunge durchs ganze Gesicht.
„Siehst du, dein Hund mag mich doch“, meinte Klara lächelnd und kraulte übermütig Susis Hals.Seit denTag sind sie gute Freunde

Die Nacht des Schreckens

Irrend laufeich im Wald umher, der Wind peitscht in den Zweigen der Bäume, die im Düsteren wie Klauen aussehen, die dich jeden Moment zu greifen versuchen Voller Angst flüchte ich mich noch tiefer in den Wald, immer tiefer und tiefer. Der Donner grollt und langsam fallen die ersten Regentropfen. Schon in kürze bin ich patschnass. Voller Schock und Verzweiflung merke ich überhaupt nicht wie mir die ganzen Äste ins Gesicht schlagen und mir das ganze Blut der aufgrissenen Wunden an meinen Backen hinunterfließt. Doch dann endlich, Rettung naht. Ein kleines heruntergekommenes Häuschen ist in Sicht. So schnell ich kann rase ich zu dem Hüttchen und spähe durch dass geschlossene Fenster. In einem Kamin brennt ein gemütliches Feuerchen, und daneben stehen Schränke mit Büchern und vielen Glasbehältern aller Art. In einem runden Käfig hockt ein krächzender schwarzer Rabe und davor steh ein eckiger Tisch wo ein frischgebratener Schweinebraten oder so etwas ähnliches mit Kartoffeln dampft und nur darauf wartet verschlungen zu werden. Ich spühre wie mein Magen fürchterlich zu knurren anfängt und lies meinen Blick nach rechts wandern und entdecke eine steinalte Frau mit 1000 Falten im Gesicht und einem hässlichen alten Rock und einem zerfetzten Oberteil. Das hellrot ihres Oberteils beißt sich mit dem dunkelrot ihres Rockes. Als ich gerade anklopfen will, sehe ich wie die Frau aufsteht und zum Kaminfeuer geht. Erst jetzt kommen mir zerstückelte Knochenteile zu Gesicht und ein.....! Oh gott! Ein Totenschädel. Auf der Stelle wird mir klar was die Alte da gerade essen will. Kein Schwein oder Lamm oder so was in der Art, sondern einen Menschen. Auf einmal wird mir todschlecht, der Hunger ist mir vergangen. Voller Panik renne ich weg, immer weiter weg von dem Häuschen. Das Rufen der Eulen, das zirrpen der Heuschrecken und das heulen der weit entfernten Wölfe macht mich fas verrückt. Ich versuche es einfach zu ignorieren und stolpere weiter, über Wurzeln, Äste und Steine, bis ich einen Zufluchtsort entdeckt habe. Ein Bunker! Mit einen Satz hüpfe ich in das Loch und hole erst einmal tief Luft. Mein Herz pocht so stark wie lange nicht mehr und mein ganzer Körper zittert. Total übermüdet schlafe ich ein. Ein komisches Geräusch weckt mich, total schlapp rappel ich mich auf und lurre aus einem kleinen Loch in der kalten Erde. Ein grauenhaftes kichern nähert sich. Nur sehr schwach erkenne ich eine winzige Gestalt hoch in der Luft. Das sieht so aus wie ein Besen und einen Menschen oben drauf. Lauthals kichert sie und dreht Loopings. Leise verkrieche ich mich noch weiter hinein, bis ich an eine Türe stoße, die sich knirschend und knarrend öffnet. In letzer Sekunde husche ich hinein und die Türe fällt leise wieder zu. Es ist stockfinster hier und etwas kalt. Ich greife in meine Hosentasche nach einem Feuerzeug und lauter Fledermäuse schrecken hoch und flattern mir entgegen als ich das Licht anmache. Mit entsetzen schreie ich auf: " Misst hoffentlich hat das keiner gehört", denke ich. Mit schlappen und weichen Knien gehe ich weiter, so weit bis ich auf einmal wieder draußen im dunklen unheimlichen Wald stehe. Langsam schaue ich mich um, ich weis überhaupt nicht mehr wo ich bin. Ich habe vollkommen die Orientierung verlohren. Dieser Gedanke schießt mir ständig durch den Kopf. " Denk positiv, du hast dich nicht verlaufen", sage ich mir dauernt vor. So lange bis ich mir wieder einigermasen sicher bin, dass ich auf den richtigen Weg bin. Aber da nützt alles nichts. Frierend stehe ich mitten im Wald, schaue mich hilflos um und weis einfach nicht mehr was ich machen soll. Doch nun nähert sich das Hexengelächter wieder:" Hihihihihihiiiiii!, Ha endlich habe ich dich!", schreit eine Stimme und ehe ich mich versehe fällt von oben ein großes Fangnetzt auf mich herab und ich liege reglos am eisigen nassen Boden und kann mich nicht mehr richtig rühren. " Dachtest du wirklich du kannst mir entkommen? Ha niemals. Meinst du ich habe dich nicht bemerkt als du durch mein Fenster geschaut hast? Niemals Hexen merken alles, und nun gibt es für mich ein leckeres Mittagessen. Lecker lecker ich freue mich schon darauf!". Und nun fliegt sie mit mir im Netz baumelnd zu ihren Haus zurück. Dort angekommen, schmeist sie mich herzlos in einen alten Holzwagon und schließt zu. Mit Tränen in den Augenwinkeln sitze ich eingesperrt in einem Käfig und warte auf den Tod. Stunden vergehen und ich kann immer noch nicht aufhören zu weinen. Doch dann schlafe ich doch erschöpft ein und träume totalen Horror. Schweißgebadet wache ich auf und sehe in der Morgendämmerung wie weit weit weg die Sonne langsam aufgeht. Im Häuschen brennt schon leichtes Licht. Müde drehe ich mich auf die andere Seite und blick in die geschlossenen Augen lauter schlafender Ziegen. Der noch zu erkennende Mond scheind gespenstisch über die Tannen die vor dem Haus stehen.Traurig schließe ich wieder meine Augen und schlafe ein." Steh endlich auf! Na wirds bald!", schreit mich eine Stimme aus dem Schlaf. Und ich blicke in die Augen der alten Schrumpelhexe. Sie holt einen Schlüssel aus ihrer Schürze und schließt den Käfig auf und reißt mich ohne Rücksicht aus dem Wagen und schupst mich in ihr Haus. Kichernt drück sie mich auf einen wackeligen Holzstuhl und dreht sich wieder um. Über dem Kaminfeuer hängt ein riesengroßer Topf und der ist schon mit kochendheißem Wasser gefüllt. Der Rabe im Käfig kräht laut und die Hexe lacht:" Hahahaha was soll ich zurerst verspeisen? Die Oberschenkel? Da ist immer so viel Fleisch drann. Oder die Hüfte? die schmeckt auch super! Aber ich kann natürlich auf mit der Brust anfangen wie bei einem Hähnchen! hahahahaha!". Dann sehe ich wie sie zu einem riesigen Fleischermesser greift und damit immer näher und näher kommt. Auf einmal schreie ich so laut wie eine Furrie auf. Ich kann mich einfach nicht mehr beruhigen ich schreie und schreie mein Kopf ist schon rot wie eine Tomate. " Hey, beruhige dich! Na komm schon wach auf! Komm zu dir!", sagt eine Stimme. Schweisnass öffne ich die Augen. Ich sprühre wie mir der kalte Angstschweis auf der Stirn liegt und all meine Glieder zittern. Erst nach einer Weile erkenne ich die Gestalt die vor mir steht. Es ist meine Mutter. Erleichtert falle ich ihr weinend und schniefend um den Hals:" Mama gott sei dank dass du da bist! ich habe so schreckliche Angst Ich hatte einen fürcherlichen Albtraum!". Meine Mutter tätschelt mir den Kopf und tröstet mich:" Willst du bei uns schlafen?", fragt sie. " Ja bitte ", sage ich und sie nimmt mich an der Hand und geht mit mir ins Schlafzimmer. Zwischen meinen Eltern kann ich endlich furchtlos und beruhigt einschlafen.

 

 

 

 

 

 

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